Ich sitze gerade mit Friedi auf der Veranda eines alten Anwesens aus den 1830er Jahren, in der Nähe von Lexington, Missouri. Wir warten auf die Besitzerin, die uns zu einer Führung eingeladen hat. Neben dem Hauptgebäude befinden sich Baracken für die Sklaven. Keine Sorge, die gibt es hier nicht mehr aber gab es wohl vor einiger Zeit. Missouri war im Bürgerkrieg auf Seiten der Südstaaten, pro Sklaverei. Kansas hingegen war gegen die Sklaverei. Hier um Lexington wurden einige ereignisreiche Schlachten ausgetragen. Bevor wir jedoch zu weit in die Geschichte der vereinigten Staaten abdriften, erzähle ich euch wie wir hier gelandet sind.

Das Anwesen. Foto: Ilkay

Das Anwesen. Foto: Ilkay

Kansas

Da wir nach unserer Lebensmittelvergiftung keine Lust haben nochmal - Hui, ein Kolibri! Direkt über Friedi. - sorry, da wir keine Lust haben nochmal über 100 km durch das selbe Gebiet zu laufen, entscheiden wir uns doch dazu Kansas komplett zu überspringen. Hier ein paar Fotos aus dem Auto, das uns mitgenommen hat.

Flach und viele Windräder, Kansas. Foto: Ilkay

Flach und viele Windräder, Kansas. Foto: Ilkay

Jesus Erscheinung. Foto: Ilkay

Jesus Erscheinung. Foto: Ilkay

Ihr habt Kansas jetzt komplett gesehen. Es besteht aus weiten, flachen Ebenen, hässlichen Farmen, schönen Farmen, Windrädern, Schildern mit Jesus und Schildern auf denen Jesus zu mir sagt, dass Abtreibung Sünde ist. Unsere Mitfahrgelegenheit nimmt uns bis Topeka mit, wo wir leider eine Nacht im Motel bleiben müssen. Am nächsten Tag versuchen wir, von einer Tankstelle aus, nach Missouri zu trampen, jedoch will uns scheinbar niemand mitnehmen. Letzten Endes hält aber doch eine ziemlich fertige Karre neben uns. Der Fahrer, um die 30, sieht nicht gerade vertrauenswürdig aus. Kaum Haare, kräftig, schmutzige Kleidung. "Where are you heading guys?", fragt er uns durch das heruntergelassene Fenster. Wir sagen ihm, dass wir Richtung Kansas City oder sogar weiter wollen. "I'll pick you up in five minutes." Fünf Minuten haben wir also, um zu entscheiden ob wir bei ihm mitfahren wollen. Friedi hat kein gutes Gefühl und ich habe zwar kein wirklich gutes aber auch kein schlechtes. "Das passt schon.", sage ich Friedi. Nicht nach fünf aber nach zehn Minuten kommt er wieder angefahren. Ich erkenne seinen fast kahl geschorenen Kopf und seine kräftige Statur. Haja, wird schon kein Menschenfresser sein. Er steigt aus und entschuldigt sich erstmal für den Saustall. "Was meint er?", frage ich mich. Er macht den Kofferraum auf, dieser ist voll mit Schrott. Ich kann euch gar nicht beschreiben was da alles drinnen lag. Auf jeden Fall nimmt er einen riesigen verrosteten Grill aus dem Kofferraum und legt ihn vor die Tanksäule. Wir quetschen unsere Rucksäcke neben eine Autobatterie und anderen Müll. Komischer Typ. Friedi nimmt auf der Rückbank Platz, neben einem Haufen Sachen. Ich sitze vorne und teile mir den Platz mit Müll und einer Öllampe. Alles ist dreckig. "Do we leave the grill there?", frage ich. "Oh, I know the guy from the gas station. I'll call him. That's ok." Er hat niemanden angerufen. Derik, wie er sich vorstellt, ist ein richtig netter Kerl, wie wir merken. Er hat eine eigene Firma, die Teppiche für andere Unternehmen, wie Kasinos, reinigt. Das Auto hat er gerade gekauft, mit dem ganzen Zeug. Er weiß selber nicht einmal was alles in der Karre ist. Er hat nur für ein, zwei Tage eine Fortbewegungsmittel gebraucht. Derik bietet uns das Fahrzeug an, Geld und Tickets für Baseball, da er ein großer Fan ist und nicht will, dass wir ohne ein Spiel zu sehen wieder nach Hause fliegen. Ich habe keine Ahnung ob er das alles ernst meint. Wir lehnen dankend ab. Lustiger Kerl.

Missouri

Mit dem Bus fahren wir für läppische 1,50$ durch komplett Kansas City. Die Stadt wird durch die Grenze zwischen Kansas und Missouri geteilt. Es gibt mal wieder einige Gegenden die wir meiden sollten, wenn wir lebend oder zumindest ohne ausgeraubt zu werden, weiter wollen. Wie ich schon in einem früheren Eintrag sagte, es ist meist kein Spaß für uns in den Großstädten. Puh, geschafft. Mit Hilfe von Menschen, die uns den richtigen Bus gezeigt und uns im Auto mitgenommen haben. Eigentlich spielt es keine Rolle welche Hautfarbe diese Menschen haben aber wir haben hier leider schon einige Leute getroffen die glauben, dass der Bürgerkrieg noch nicht vorbei ist und ihre rassistischen Ressentiments zeigen mussten. Oh, man, jetzt fängt es an zu schütten. Von Blue Springs laufen wir los Richtung St. Louis immer am Missouri River entlang. Wir haben das Gefühl im Tropenhaus der Wilhelma zu sein, denn die Luft ist unglaublich schwül, die Natur ist saftig grün, die Wälder sehr dicht bewachsen und man hört eine Masse an unterschiedlichen Tieren, die ihr Gezwitscher und ihre Rufe zum Besten geben. Ganz im Gegenteil zu Kansas ist es hier keines Wegs flach. Es ist hügelig. Es geht auf und ab und auf und ab. Ziemlich anstrengend bei dieser Luft. Die Straße schlängelt sich durch das dichte Grün.

Auf und ab... Missouri. Foto: Ilkay

Auf und ab... Missouri. Foto: Ilkay

Die Straße schlängelt sich durch das dichte Grün. Foto: Friedi

Die Straße schlängelt sich durch das dichte Grün. Foto: Friedi

Friedi guckt einen Baumstamm an. Foto: Ilkay

Friedi guckt einen Baumstamm an. Foto: Ilkay

Wir kommen an Farmen, an schönen Wohnhäusern und kleinen Siedlungen vorbei, mit Villen aus dem Katalog. Eine gleicht der anderen und der Rasen sieht perfekt aus. Friedi hat es schon erwähnt, die Hunde sind eine echte Plage, auch hier. Vor jedem Grundstück halten wir Ausschau nach Wachhunden. Teilweise reagieren diese so aggressiv, dass sie sich beim Versuch auf uns zu stürmen an ihren Leine fast selbst erdrosseln. Wir sind erleichtert, wenn wir sehen, dass sie angeleint sind oder ein Zaun uns von ihnen trennt. Und gleichzeitig etwas geschockt, dass die Hunde so aggressiv reagieren, selbst wenn man hundert Meter entfernt vom eigentlich Grundstück ist oder sogar eine große Straße dazwischen ist.

Diese beiden haben uns für die nächsten zehn Minuten angebellt. Foto: Ilkay

Diese beiden haben uns für die nächsten zehn Minuten angebellt. Foto: Ilkay

Im Hintergrund die Wachhunde. Foto: Friedi

Im Hintergrund die Wachhunde. Foto: Friedi

Foto: Ilkay

Foto: Ilkay

Einen ganz und gar liebenswürdigen Vierbeiner lernen wir während einer Pause kennen. Friedi ist gerade für kleine Jungs als sich mir ein schwarzer Hund nähert. Ich mache einen Schritt zurück und suche etwas, um mich zu verteidigen aber merke schnell, dass dieser Hund keine Gefahr darstellt. Der Schwanz wedelt umher und er sieht einfach nett aus. Nach ein paar Streicheleinheiten sind wir beste Freunde. "Den nehme ich mit", denke ich mir. Friedi hingegen meint, "Der gehört bestimmt jemandem." Kein Halsband, mindestens zwei Zecken, dreckig und sehr anhänglich. Vier Gründe gegen ihre Theorie. Wir ziehen weiter. Zu dritt. Homie, so tauft Friedi unseren neuen Gefährten, ist jetzt Teammitglied Nummer drei. Niemand kann uns jetzt etwas antun. Niemand! Die ersten Wachhunde nimmt Homie als Grund, um sich hinter uns zu verstecken. Toll, ich dachte, du zeigst ihnen wo der Hammer hängt, Homie. Naja, weiter geht's. Er rennt auf jedes Grundstück und ist absolut neugierig. Wir können euch nicht einmal ein Foto aus der Nähe von ihm zeigen, da er pausenlos rennt. Aber das ist wohl völlig normal für Welpen / junge Hunde. Er folgt uns einfach, wir wissen nicht wieso, er hat von uns nichts zu essen bekommen und eine Leine oder dergleichen haben wir nicht. Weggejagt haben wir ihn aber auch nicht.

Homie, unser Hund rennt neugierig umher. Foto: Ilkay

Homie, unser Hund rennt neugierig umher. Foto: Ilkay

Ach ja, er reagiert auf nichts. Klatschen, rufen, pfeifen... Nichts. Er guckt nicht einmal. Vielleicht ist er taub, denken wir uns. Langsam wird es spät, an einer Einfahrt fragen wir einen Mann ob wir auf seinem Gelände unser Zelt aufschlagen können. Selbstverständlich aber es soll regnen, sagt er uns. Er hat einen Teich mit Bäumen, unter denen wir Schutz suchen. Traumhaft, trotz des einsetzenden Regens. Homie hat auch seinen Spaß. Er rennt wie ein Irrer um den Teich und springt natürlich auch hinein. Man muss ja alles ausprobieren. Auch ins Zelt muss man als nasser Hund. Mit Mühe schafft es Friedi ihn davon abzuhalten, während ich zuschaue und lache. Floyd, der Besitzer fährt eine Mülltonne die Einfahrt hoch. Der Lärm scheint Homie anzulocken, er rennt davon. Doch nicht taub. Wie viel Energie kann man eigentlich haben? Er ist, seit wir uns vor circa drei Stunden über den Weg gelaufen sind, keine Sekunde still geblieben, er ist auf jedes Grundstück gerannt, in jede Pfütze gesprungen und um jeden Teich gerannt. Ich sehe seine Schwanzspitze im hohen Gras wedeln, bevor er wieder wie ein Irrer die Einfahrt hinunterrennt. Dann ist er weg. Einfach so. Ohne Tschüss zu sagen. Für drei Stunden war ich unfreiwillig, Hundebesitzer.

Homie kann auch fliegen. Foto: Friedi

Homie kann auch fliegen. Foto: Friedi

Am nächsten morgen schaue ich mich im Spiegel an. Verquollene Augen und verschmierte Schminke. Spaß, wir haben keinen Spiegel im Zelt. Ne, im Ernst, ich kratze meinen Bart und packe mit Friedi das nasse Zelt zusammen. Aber ein wenig traurig über Homies Flucht bin ich ja schon. Es geht weiter Richtung Napoleon. Wir kämpfen uns an den ersten Wachhunden vorbei. Die Luft ist nach dem Regen noch schwüler. Nach ein paar Meilen erreichen wir unser Ziel. Hungrig machen wir uns auf die Suche nach einem Café. Keine Chance. Das einzige öffentliche Gebäude ist die Post. Na, gut, dann weiter nach Wellington.

Eine Farm auf dem Weg nach Napoleon.. Foto: Ilkay

Eine Farm auf dem Weg nach Napoleon.. Foto: Ilkay

Foto: Ilkay

Foto: Ilkay

Auf unserer linken Seite begleitet uns ein Bahndamm, der uns vom Missouri River trennt. Dieser ist bestimmt 100 Meter breit, fließt ziemlich schnell und hat gerade einen ziemlich hohen Wasserstand. Die Straße führt auf und ab, an den Abwärtspassagen warnt meist ein Schild "Impassable during high water". Dass das Wasser erst vor kurzem die Straße überschwemmt hat erkennen wir schnell. Nein, nicht daran, dass die Straße noch nass ist, sondern an den dicken Fischen, die den Straßenrand säumen. Hm, lecker Fisch.

Fisch ohne Wasser. Foto: Ilkay

Fisch ohne Wasser. Foto: Ilkay

Fisch und Mountain Dew Dose. Foto: Ilkay

Fisch und Mountain Dew Dose. Foto: Ilkay

Catfish Charlie

Nach einiger Zeit kommen wir ziemlich hungrig in Wellington an. 800 Einwohner, viermal so viele wie in Napoleon. Irgendetwas wird es hier ja geben. Ein Restaurant, ein Café oder zumindest einen Supermarkt. Aus der Entfernung erkennen wir das Zentrum. Alte Backsteinhäuser lassen uns vieles erhoffen. Doch die Ernüchterung kommt schnell. Alle sind leer, bis auf eine Bank und mal wieder eine Post. Irgendwie traurig, denn es sind alles schöne Gebäude. Es gibt einen Getränkeautomaten, den wir noch aufsuchen bevor es weiter geht. Neben uns hält ein Traktor. "Can I ask you something?", fragt uns der ältere Herr auf der Maschine. "No... I mean yes.", antworte ich. Muss wohl am Hunger liegen. Wohin wir reisen und was der Grund unserer Reise ist, fragt er uns. Im Gegenzug fragen wir ihn nach einem Restaurant oder ähnlichem. Aber hier gibt es nichts. Wir müssen erst aus der Stadt hinaus und den Berg hinab. Er ruft jemanden an. Unsere Bekanntschaft stellt sich als "Catfish Charlie" vor und lädt uns zum Essen ein. Die Wegbeschreibung führt zu einem Restaurant namens "Catfish Charlie's". Mit leeren Bäuchen folgen wir der Straße zum Restaurant. Es liegt direkt am Fluss. Zu essen bestellen wir uns, nein keinen Burger, sondern "grilled Catfish". Wir schlagen uns mit dem guten Essen den Ranzen voll und ruhen uns vom Gewaltmarsch in der schwülen Hitze aus. Kurz bevor wir gehen kommt ein Motorradclub zu Tisch. Lederkutten mit Clubemblem fehlen natürlich nicht. Den Anführer oder President, wie man ihn typischerweise in MCs nennt, erkenne ich sofort. Er fährt die hässlichste Maschine. (Hoffentlich liest er das nicht, die sahen nicht wie Pfadfinder aus). Die Harleys, mindestens zehn an der Zahl, stehen draußen, schön aufgereiht, in der Sonne. Nächstes Ziel: Lexington, in zwölf Kilometern Entfernung. Wieder am Bahndamm entlang, begleitet von toten Fischen, trotten wir weiter. Befahren wird der Bahndamm auch, das merken wir spätestens, als der Boden vibriert und der Zugführer wiederholt zeigt, wie laut seine Hupe ist und glaubt mir, wenn ich sage, dass sie verdammt laut ist. Angeber! Zu völlig unchristlichen Zeiten wird hier gehupt. Eine andere sehr laute Schallquelle, sind um die zehn Harleys, die sich uns von hinten nähern. Sie grüßen uns beim Vorbeifahren, wir grüßen zurück. Jetzt, wo ich die ganzen Biker sehe, hätte ich schon sehr große Lust die Gegend mit dem Motorrad zu erkunden. Will jemand einen MC mit mir gründen wenn ich zurück bin? Aller guten Dinge sind drei. So passieren uns die Herren in schwarz ein drittes Mal. Bestimmt hat der Pres seinen Lippenstift auf dem Klo vergessen. (Das sollte er echt nicht lesen.)

Güterzüge passieren uns regelmäßig. Foto: Ilkay

Güterzüge passieren uns regelmäßig. Foto: Ilkay

Lexington

Um Lexington zu erreichen müssen wir noch einen letzten Hügel erklimmen. Oben angekommen werden wir von einer sehr schönen Altstadt begrüßt. Ziegelsteinbauten säumen die Hauptstraße, Alleen mit alten Holzhäusern zu unserer linken und rechten. Außer ein paar vorbeifahrenden Autos ist aber auch hier traurigerweise nichts los. Die Stadtmitte ist auch hier, wie schon in Wellington, tot. Vergeblich suchen wir nach einer Eisdiele oder einem Café. Nichts. Wobei es sich in einem der Ziegelbauten anbieten würde. Außer einem Antiquitätenhändler und einem Armyshop sind die meisten Gebäude leer. An einer Kreuzung kommen wir an einem McDonald's vorbei. Das, was jetzt kommt ist absolut traurig. Wir haben uns in dieser alten und sehr schönen Stadt unser Eis in einem McDonald kaufen müssen, da es keine Alternative gibt. Im Inneren zeigt sich eine Einrichtung aus den '70ern oder '80ern und scheinbar ist die halbe Stadt hier. Kinder mit ihren Eltern, Jugendliche, sogar Rentner. Draußen scheint die Sonne aber alle sitzen drinnen. Ach, Eis ist aus. Wir löffeln unseren McFlurry mit Oreos (Ist das nicht auch Eis?) draußen auf dem Parkplatz. Im Pick-up neben uns sitzt eine Frau. Sie ist nur wegen dem WLAN hier, sagt sie uns. Auf ihrer Farm gibt es kein Internet und Funkempfang hat sie dort auch nicht. Das scheint hier wohl irgendwie das Dorfzentrum zu sein. Hier spielt sich alles ab, hier trifft man sich. Was macht man in Lexington wenn man seine Flamme zum Essen ausführen will? Auf einen McRib im McDonald einladen oder 100 Kilometer in die nächste Stadt fahren? Hat überhaupt jemand jemals einen McRib bestellt? Am nächsten morgen, es ist Sonntag, landen wir wieder im McDonald's, da es nur dort WLAN gibt. Es stehen mehr Autos auf dem Parkplatz, als auf dem der Kirche und es ist noch mehr los als am Tag zuvor. Friedi macht ihren Blogeintrag fertig, das dauert aufgrund der lahmen Verbindung gefühlte drei Jahre. Wir werden immer wieder von Bewohnern angesprochen, alle sind begeistert und wünschen uns viel Glück. Während ich auf dem Klo bin, lädt uns eine Frau auf ihr Anwesen ein. Es liegt auf unserem Weg, nur 2-3 Meilen die Straße hinunter.

Foto: Friedi

Foto: Friedi

Friedi sitzt vor dem Anwesen. Foto: Ilkay

Friedi sitzt vor dem Anwesen. Foto: Ilkay

Friedi fotografiert mich beim Fotografieren. Foto: Friedi

Friedi fotografiert mich beim Fotografieren. Foto: Friedi

Foto: Ilkay

Foto: Ilkay

Friedi liest während wir warten. Foto: Ilkay

Friedi liest während wir warten. Foto: Ilkay

Friedi fotografiert mich beim Schreiben dieses Eintrags. Foto: Friedi

Friedi fotografiert mich beim Schreiben dieses Eintrags. Foto: Friedi

So, wir sind immer noch auf dem Anwesen. Die Dame kam leider nicht mehr. War wohl ein Missverständnis oder so. Es hat angefangen zu regnen und wir sind hier geblieben. Das Zelt haben wir zwischen Sklavenunterkunft und Scheune aufgebaut. Hoffentlich ist das ok. Es ist gruselig, man hört dauernd komische Geräusche. Ah, die Mutter der Frau ist vor kurzem gestorben und scheinbar wohnt die Tochter woanders. Nicht, dass das jetzt etwas zur Stimmung beitragen würde. Oh, es knarzt hinter mir. Das wäre das perfekte Drehbuch für einen Gruselfilm. Wanderer werden auf Anwesen gelockt, auf dem es spukt... Ach, lassen wir das. Mir fällt gerade ein, als wir versucht haben nach Missouri zu trampen, hat Friedi ihr Glück bei einem Bus versucht. Ich habe es gelassen, denn ich schaue mir die Fahrzeuge vorher immer an. Freie Plätze? Starke Beschädigungen? Schriftzug der Polizei? Vergitterte Scheiben? Blaulicht? Der Bus hatte Blaulicht, einen Schriftzug der Polizei und vergitterte Scheiben. Gefägnistransport würde ich behaupten. Ich wäre eingestiegen und hätte gefragt, "Na, wo reist ihr hin?"

Unser Zeltplatz im Hinterhof. Wer findet das Zelt? Foto: Ilkay

Unser Zeltplatz im Hinterhof. Wer findet das Zelt? Foto: Ilkay

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